Tintenstrahldrucker werden in zwei entscheidende Druckertypen gegliedert. Neben einer Variante für den industriellen Einsatz, kann man einen Drucker für den Bürobedarf erwerben. Da diese Typen auf das spezielle Einsatzgebiet ausgelegt wurden, verfügen beide Varianten über Vor- und Nachteile.
Die Technologie des Tintenstrahldruckers
Um einen professionellen Druck veranlassen zu können, muss der Drucker zwei wesentliche Arbeitsschritte bewerkstelligen. Neben einer Querbewegung des Druckkopfes muss eine Vertikalbewegung der eingelegten Papierseite erfolgen. Um gewährleisten zu können, dass die Bewegungen zu jedem Zeitpunkt gleichmäßig durchgeführt werden, sind die Druckköpfe auf robusten Schienen befestigt. Mittels eines Zahnriemens sowie eines integrierten Gleichstrommotors kann ein Tintenstrahldrucker mit einer hohen Funktionalität überzeugen.
Ein zusätzlich verbauter optischer Inkrementalgeber sorgt für eine zum Datenstrom synchrone Bewegung des sich am Boden des Druckers befindlichen Papierwagens. Der essentielle Inkrementalgeber tastet ein mit Strichen versehenes Band ab, welches feststehend integriert wurde. Um erstklassige Ergebnisse erzielen zu können, müssen die verwendeten Schrittmotoren in dem so genannten Mikroschritt-Modus agieren. Dies ist vonnöten, da die Schrittauflösung herkömmlicher Schrittmotoren nicht ausreicht, um die erforderliche Auflösung bewerkstelligen zu können. Eine weitere Komponente, welche unabdingbar erscheint, ist die antreibende Walze, welche das Papierblatt im richtigen Rhythmus vorwärts bewegt. Diese wird von einem weiteren Motor mit Leistung versorgt. Wenn es sich bei diesem Exemplar ebenfalls um einen Schrittmotor handelt, kann der anfangs benannte Inkrementalgeber eingespart werden. Auf diese Weise können Drucker kostengünstiger produziert werden. Um mit einer geringen zu übertragenden Datenmenge drucken zu können, besitzen Drucker einen individuellen Zeichensatz. Da heutzutage die Vielzahl der Drucker über einen USB-Anschluss mit dem Computer verbunden werden, können als Bitmap übertragene größere Datenmenge problemlos verarbeitet werden. Durch moderne Druckertreiber können umfangreiche Zeichensätze, welche auf dem genutzten Computer installiert wurden, verwendet werden.
Die Unterschiede zum professionellen Druck
Ein entscheidender Vorteil des Tintenstrahldruckers im direkten Vergleich zum professionellen Druck ist ein verhältnismäßig einfacher Aufbau der auf dem Markt verfügbaren Geräte. Die hiermit verbundenen niedrigen Herstellungskosten erlauben es, einen solchen erstklassigen Tintenstrahldrucker zu günstigen Konditionen erstehen zu können. Die Besonderheit ist es, dass die Innovationen der letzten Jahre eine unvergleichlich hohe Druckqualität erreichten. Eine vergleichbare Qualität konnte mit den übrigen Druckverfahren nur schwer oder in Verbindung mit hohen Kosten erreicht werden. Besonders hochwertige Tintenstrahldrucker können beachtliche Farbräume bewerkstelligen. Die einzigen Exemplare, welche durch höhere Leistungsdaten überzeugen können, sind Vollfarbsysteme und Thermosublimationsdrucker. Die klaren Nachteile der beiden benannten Varianten sind, dass Erstere in der Anschaffung für den privaten Einsatz unerschwinglich erscheinen, wobei bei Letzteren die Verbrauchskosten deutlich höher ausfallen.
Die Nachteile gegenüber einem professionellen Druck sind, dass Tintenstrahldrucker empfindlich gegenüber dem zu bedruckenden Medium erscheinen und aufgrund dessen mangelhafte Ergebnisse fabrizieren. Die Tinten können bei dem Einfluss des Tageslichts erheblich stärker ausbleichen, als dies bei anderen Verfahren der Fall ist. Wer von hervorragender Qualität profitieren möchte, muss hierfür relativ teures Spezialpapier verwenden. Hierbei muss jedoch mit Preisen von bis zu einem Euro pro DinA4-Seite gerechnet werden. Bei größeren Druckvolumen erscheint dies nicht mehr wirtschaftlich. Wem die Qualität handelsüblicher Tintenstrahldrucker ausreicht und nur selten professionelle Druckergebnisse benötigt, kann für diese auch auf Druckdienstleister zurückgreifen. In Verbindung mit professioneller Software für Fotobücher beispielsweise entstehen vergleichsweise hochwertige Ergebnisse.
Ein prinzipieller Nachteil der Tintenstrahldrucker ist es, dass die Systeme des Tintenstrahldruckers zum Eintrocknen neigen und die Patronenpreise sehr teure ausfallen. Handelsübliche Tintenstrahldrucker wurden nicht für Massendrucke konzipiert, da die nötigen Arbeitsschritte in einer zu geringen Geschwindigkeit bewerkstelligt werden.