In den 90er Jahren beherrschten zwei Schnittstellenstandards den Markt: IDE und SCSI. Die günstigeren IDE – Festplatten boten einen geringeren Datendurchsatz und belasteten den Hauptprozessor (CPU) in hohem Maße, da dieser die einzelnen Datenpakete „manuell“ anfordern musste. Der SCSI-Controller hingegen war so intelligent, dass er die Daten selbstständig über einen direkten Speicherzugriff (DMA) transportieren konnte.

Ab 2003 verdrängten die immer schneller und intelligenter werdenden IDE-Definitionen die teureren SCSI-Platten, sodass sie nur noch in Hochleistungsnischen wie Serversystemen und Grafikworkstations eingesetzt wurden.

Sowohl die IDE- als auch die SCSI Schnittstelle transportierten die Daten parallel, d.h. zwei Bytes (16 Bit) werden über ein breites Flachbandkabel gleichzeitig übertragen. Schnellere Schnittstellenbausteine erlauben seit ungefähr dem Jahr 2006 jedoch auch eine serielle Übertragung der Daten, sodass der IDE-Standard dem S-ATA (Serial-ATA) weichen musste und die SCSI-Schnittstelle zur seriellen SAS-Schnittstelle wurde.

Vorteil dieser seriellen Lösung ist ein dünneres, weniger anfälliges Verbindungskabel sowie ein weiterentwickeltes, schnelleres Datenprotokoll.

So werden Festplatten für den privaten und Bürobereich ausschließlich mit einem SATA-Interface, und Serverplatten vor allem mit einer SAS-Schnittstelle angeboten. Festplatten mit einer SAS-Schnittstelle werden aufgrund der höheren Anforderungen meist mit einem größeren Zwischenpuffer (Cache) versehen, sodass sie einen weiteren Geschwindigkeitszugewinn erreichen.

Doch macht es kaum Sinn, eine Serverplatte in einen Büro-Computer einzusetzen, da die Geräusche aufgrund der ebenfalls höheren Plattenumdrehungsgeschwindigkeit von bis zu 10000 Umdrehungen pro Minute allenfalls in einem Serverraum zu ertragen sind.